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Der Hocker

Der Hocker

Mit 60 Jahren das älteste Mitglied bei hidden shakespeare.

Er tat bis 1995 treue Dienste in einer Wellingsbütteler Küche, ging dann in Rente und fand seinen Alterssitz bei der Familie Neelmeyer. Als die Aufführungen der wackeren kleinen Improvisationstheatergemeinschaft immer aufwendiger wurden, wurde auch der Ruf nach einem Bühnenbild laut.

Ende 1998 erklärte der Hocker sich bereit, diesen Part zu übernehmen und arbeitet seitdem auf 400-Euro-Basis mit.

Immer wieder verblüfft er die Mitspieler durch seine Wandlungsfähigkeit, ob als Rollstuhl, Schleudersitz, Zugspitze, Eimer, Thron, Piratenschiff, Tunnel oder Hut; stets begeistert er durch sein subtiles, unaufdringliches Spiel, mit dem er sich auch beim Publikum viele Freunde gemacht hat.

Umso größer der Schreck, als er 1999 auf dem Weg zu einer Vorstellung im Theaterzelt am Schlachthof vergaß, die U-Bahn zu wechseln. Dank Thorsten Neelmeyer und dem HVV-Personal gelang es aber, die Bahn an der Endstation abzufangen und ihn rechtzeitig zum Auftritt auf der Bühne zu haben.

Anfang 2000 versuchte sich dann auch sein Bruder in einigen Aufführungen, mußte aber aufgrund seiner Gebrechlichkeit diese Tätigkeit wieder aufgeben. Hoffen wir, dass unserem Freund dieses Schicksal erspart bleibt und es noch lange heißt:

„Ladies and Gentlemen: Der Hocker!“

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